Die Aufgaben

Eine meiner zentralen Aufgaben liegt in der Bearbeitung von Eingaben. Menschen mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge und Helfer können sich mit ihren Anliegen an mich wenden, und ich versuche ihnen, im Rahmen des rechtlich Möglichen zu helfen. Häufig geht es dabei auch einfach darum, Orientierung zu geben und Wege aufzuzeigen. Gleichzeitig bin ich aber auch Ansprechpartner für alle Bürger, die sich mit ihren Vorschlägen, Eindrücken und Sorgen in Fragen der Integrations-, Mi­grations- und Asylpolitik an mich wenden können. Insofern sehe ich mich als Sprachrohr und Bindeglied zwischen Bürger, Politik und Verwaltung.

Des Weiteren habe ich auch einen Informationsauftrag und versuche, über eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, die Bürger für das Thema Integration zu interessieren und auf die Bedeutung dieses für unsere Zukunft so entscheidenden Politikfelds hinzuweisen. Denn lange galten Migration, Integration und Flüchtlingsfragen als Randthemen der Politik. Das hat sich grundlegend geändert. Umso größer sind der Informationsbedarf und auch der Wunsch vieler Menschen auf Teilhabe und Beteiligung an den Integrationsprozessen in unserem Land. Entsprechend gebe ich eine Reihe von Informationsmaterialien heraus. Die Übersicht und Bestellmodalitäten dazu finden Sie auf dieser Seite unter Publikationen .

Integration gelingt aber nur, wenn alle mitmachen. Deshalb ist es mir wichtig, das Engagement für nachhaltige Integration angemessen zu würdigen. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landtag und dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration verleihe ich daher alljährlich den Bayerischen Integrationspreis und den Asylpreis an Menschen und Institutionen, die sich in diesem Bereich besonders verdient gemacht haben. Aber nicht nur die Preisträger, sondern alle Menschen, die sich für Integration und ein gutes Zusammenleben einsetzen, verdienen unsere höchste Anerkennung. Aus diesem Grund ist für mich die Kooperation mit den Ehrenamtlichen und Projektträgern von größter Bedeutung.

In Bayern leben Menschen aus nahezu allen Ländern der Welt. Sie bringen unterschiedliche Biographien und Wertvorstellungen mit. Auch wenn Integration nur mit klaren Regeln und auf Grundlage eines Wertekonsenses funktioniert, gilt es doch unterschiedliche Mentalitäten, Identitäten und Bedarfe zu berücksichtigen. Deshalb habe ich einen regelmäßigen Gesprächskreis mit den diplomatischen Repräsentanten aller in Bayern vertretenen Staaten eingerichtet, um mich mit ihnen über die Anliegen und die Stimmungslage in den Communities ihrer jeweiligen Landsleute auszutauschen, und diese in den politischen Meinungsbildungsprozess frühzeitig einzubringen. Auch das gehört zu meiner Ombudsfunktion.

Im Mittelpunkt meiner Tätigkeit steht indes mein Beratungsauftrag für die Staatsregierung. Ich entwickle Ideen und Konzepte, wie wir die Integration in Bayern noch erfolgreicher gestalten können, gebe Anregungen und greife Vorschläge aus der Gesellschaft, den Verbänden und der Wissenschaft auf, um sie zu prüfen und gegebenenfalls in die politische Meinungsfindung einzubringen. Dabei profitiere von der engen Zusammenarbeit mit sämtlichen, im Integrationsbereich aktiven Ak­teuren und insbesondere auch mit der Wissenschaft, deren Umfragen, Studien und Forschungsergebnisse mir wichtige Anhaltspunkte geben. Gleiches gilt für den Austausch mit den Ausländerbeiräten, kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmervereinigungen und Helferkreisen.